Kurioses

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Tätowierung für Ponys ?

Das Verwaltungsgericht Münster (Beschluss vom 04.10.2010, Az. 1 L 481/10) hat entschieden.
- Nein !
Dem Halter wurde verboten sein Tier mit der „Rolling-Stones-Zunge“ zu „verschönern“.
Tätowieren fügt Schmerzen zu. Der Sinn dieser Schmerzen erschließt sich nur für den Menschen, der sich entschieden hat, seine Haut mit einem in die Haut gestochenen Farbbild zu schmücken.
Eine Tätowierung verursacht einem warmblütigen Tier Schmerzen über eine, für das Tier, ungewisse Dauer.
Das Zufügen von Schmerzen ohne vernünftigen Grund verstößt gegen die Grundsätze des Tierschutzes.

 

Ohne Doppelbett kein befriedigender Urlaub ?

Zwei Einzelbetten statt eines Doppelbettes stellen keinen Reisemangel dar, der eine Reisepreisminderung erlauben würde. Der Kläger hatte mit seiner Lebensgefährtin für eine Urlaubsreise ein Doppelzimmer mit Doppelbett gebucht. Vorgefunden hatten er und seine Begleitung nur zwei einzeln stehende Einzelbetten. Geklagt wurde wegen der empfindlichen Beeinträchtigung der Beischlafgewohnheiten. Die zusammen geschobenen Einzelbetten rutschten bei jeder Bewegung auseinander und verhinderten so ein „harmonisches Einschlaf- und Beischlaferlebnis“. Die 14tägige Urlaubszeit sei somit nutzlos und ohne den erhofften Erholungswert gewesen. Die erwünschte Rückerstattung von 20% des Reisepreises lehnte der Richter ab. Ausschlaggebend für einen Reisemangel ist hier, ob die Betten auch für durchschnittliche Reisenden ungeeignet wären. Der Richter verließ sich auf seine eigenen Kenntnisse und kam ohne Sachverständigengutachten aus. „Dem Gericht sind mehrere allgemein bekannte und übliche Variationen der Ausführung des Beischlafs bekannt, die auf einem einzelnen Bett ausgeübt werden können, und zwar durchaus zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Es ist also ganz und gar nicht so, dass der Kläger seinen Urlaub ganz ohne das von ihm besonders angestrebte Intimleben hatte verbringen müssen.“ Und außerdem … „liegt kein Reisemangel vor, denn der Mangel wäre mit wenigen Handgriffen selbst zu beseitigen gewesen. … Es hätte nur weniger Handgriffe bedurft und wäre in wenigen Minuten zu erledigen gewesen, die beiden Metallrahmen durch eine feste Schnur miteinander zu verbinden. Es mag nun sein, daß der Kläger etwas derartiges nicht dabei hatte. Eine Schnur ist aber für wenig Geld schnell zu besorgen. Bis zur Beschaffung dieser Schnur hätte sich der Kläger beispielsweise seines Hosengürtels bedienen können, denn dieser wurde in seiner ursprünglichen Funktion in dem Augenblick sicher nicht benötigt.“ Ein Urteil des Amtsgericht Mönchengladbach vom 25.04.1991, Az. 5a C 106/91.

 
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